ACIG

11 und „Über die Knochenbrüche im Corpus Hippocraticum“ (5. JH v. Chr.). Bereits damals wurden bei Operationen über 200 verschiedene Instrumente verwendet. Vom Mittelalter bis in die frühe Neuzeit wurde die Chirurgie auch als „Wundarznei“ bezeichnet. Bis zum Aufkommen der akademischen Chirurgie führte der Bader oder der Wundarzt mit handwerklicher Ausbildung (der Handwerkschirurg) Operationen durch, beim Militär als Feldscher bezeichnet. Im 19. Jahrhundert begann die Instrumentenherstellung aus Stahl in großem Umfang. So stellte z.B. Gottfried Jetter seit 1867 in Tuttlingen chirurgische Instrumente her. Die zunächst kleine Werkstatt wird rasch vergrößert und schnell berühmt für die Qualität der Instrumente. Es werden Skalpelle, Scheren, Pinzetten, Nadeln und Zangen im Unternehmen gefertigt, welches später in Aesculap um- firmiert und prägend für die ganze Region um Tuttlingen wirkt. Aktuell dominieren die metallischen Instrumente noch die chirurgische Behandlung in Europäischen Krankenhäusern. Einmal-Instrumente sind jedoch auf dem Vormarsch, sowohl aus Edelstahl, wie auch aus Kunststoff. Die neuen gesetzlichen Änderungen werden zukünftig einen erheblichen Einfluss auf die Verwendung, die Anzahl der Hersteller und den Materialtypus von chirurgischen Instrumenten haben. Herausforderung durch gesetzliche Vorgaben und Änderungen Aktuell wie nie, treibt alle Unternehmen der Medizinprodukteindustrie die Ein- führung der neuen MDR um. Am 05. April 2017 wurde die neue EU-Verordnung DEUTSCH MDR und Übergangsfristen

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