10 Bericht zum Stand der Medizintechnik-Branche in Deutschland mit Fokus auf chirurgische Instrumente, insbesondere Region Tuttlingen Chirurgische Instrumente – Geschichte und Bedeutung Die Medizintechnik ist eine Schlüsselbranche in Deutschland, in der chirurgische Instrumente eine besonders sichtbare und traditionell starke Teilbranche darstellen. Chirurgische Instrumente gehören zu den ältesten medizinischen Werkzeugen der Menschheit. Bereits im antiken Ägypten, im Römischen Reich und in der islamischen Medizin des Mittelalters wurden Instrumente wie Skalpell, Pinzette und Klemme eingesetzt. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich Form und Funktion weiter – parallel zu den Fortschritten in Anatomie, Chirurgie und Werkstoffkunde. Mit der Einführung der Asepsis im 19. Jahrhundert gewann die präzise Herstellung von sterilisierbaren Metallinstrumenten an Bedeutung – der Startpunkt für die moderne Medizintechnik. Ein Zentrum dieser Teilbranche ist Tuttlingen und Umgebung – oftmals als „Weltzentrum der Medizintechnik“ bezeichnet. Aus dem einst kleinen Handwerkerstandort entwickelte sich über Generationen hinweg ein weltweit führendes Zentrum für chirurgische Instrumente. Die Ursprünge reichen ins 19. Jahrhundert zurück, als sich Schmiede und Metallhandwerker auf die Fertigung medizinischer Werkzeuge spezialisierten. Die Nähe zur Feinmechanik, der Fleiß und die Präzision der lokalen Betriebe sowie der Zusammenhalt der Region bildeten die Grundlage für das Wachstum. Heute gilt die Region Tuttlingen mit ca. 500 Unternehmen aus dem Bereich Medizintechnik – viele davon spezialisiert auf chirurgische Instrumente – als das „Weltzentrum der Medizintechnik“. Hier entstehen klassische Operationsinstrumente ebenso wie hochspezialisierte Geräte für minimal-invasive, mikrochirurgische oder robotergestützte Eingriffe. DEUTSCH Autor: Dr. Wolfgang Sening, CEO senetics healthcare group GmbH & Co. KG Hardtstraße 16, 91522 Ansbach Tel.: +49 981 9724 795-0 E-Mail: info@senetics.de Web: www.senetics.de
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